textstrom
- Jahresrückblick Saison 01 - Mai 2004 - Mai 2005
Juhhu, textstrom
gibt's nun seit einem Jahr. Wohl nicht nur zur Freude der
Veranstalterinnen mieze medusa und Diana Köhle.
Das beweist uns immer wieder aufs Neue, das zahlreiche erscheinen
unserer treuen Fans und SlammerInnen, DANKE und bitte weiterhin
kommen!
Wie es zu textstrom
kam, dazu eine kleine Geschichte. Here we go:
Es waren mal zwei Poetry Slam begeisterte Frauen,
die wollten und wollten es einfach nicht wahr haben, dass
es in Wien keinen regelmäßigen Slam gibt, der ihren Vorstellungen
entspricht. Das bedeutet, eine angenehme Location, in der
auch nach der Veranstaltung eine Party möglich ist.
Eine der Frauen, nennen wir sie mieze medusa,
konnte sich noch an einen legendären Slam im Schikaneder erinnern.
Dort sammelte sie sowohl Bühnen-, als auch Slamerfahrung.
Die Zweite, der Einfachheit halber geben wir ihr den Namen
Diana, war ziemlich neu in der Hauptstadt und vermisste
es, einmal im Monat als kritische und aufmüpfige Jurorin,
im Publikum des Innsbrucker
Slams zu sitzen. Die Zwei trafen aufeinander und entschlossen,
dass Wien reif für einen monatlichen Slam war. Gesagt getan,
sie setzten ihren Wunsch um.
Es ging dann alles recht schnell. Ein paar Treffen
mit unterschiedlicher Aufgabenverteilung und textstrom
war geboren. Kaum zu glauben, dass sich die Namensgebung als
einer der schwierigsten Hürden erwies. Mit dem Hinterzimmer
im Café Europa, im trendigen 7ten war für den Beginn ein passender
Raum gefunden. Denn mieze medusa und Diana hatten
zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, dass es in Wien ein
derartig großes Verlangen nach einem Slam ihrer Vorstellung
gab.
textstrom startete im Mai
2004 und das erfolgreich mit 7 TeilnehmerInnen. So kam
es, dass die zwei Slammasterinnen nach der Sommerpause, in
der es zweimal die Möglichkeit gab, sich beim Münzbalkon im
MQ auszutoben, sich nach einer neuen, größeren Location mit
Bühne Ausschau hielten. Mieze medusa und Diana
zerbrachen sich nächtelang in diversen Lokalitäten ihren Kopf
und stießen durch Zufall in ihre Traumlocation- die Schlössl
Lichtspiele. Den beiden war beim Betreten klar, es genügt
ein Blickkontakt und Kopfnicken, that´s the place to be. Die
engagierten BetreiberInnen empfingen die Zwei mit Freuden
und so kam es, dass nach 4 textstrom Veranstaltungen
im Hinterzimmer der Novembertermin in den Schlössl Lichtspielen
stattfand. Es blieb leider nur bei einer legendären Veranstaltung,
doch soviel sei verraten, dieser Slam wird wohl noch Vielen
lange Zeit in Erinnerung bleiben. Warum und wieso, bitte nachlesen
bzw. sogar als Video
ansehbar.
Wieder waren die Slammasterinnen obdachlos,
doch sie gaben nicht auf, sie verfolgten ihr Ziel. Im Dezember
2004 gab es einige Auswärtsspiele, denn mittlerweile hatte
es sich herumgesprochen, dass es wieder einen Poetry Slam
in der Stadt gibt. So kam es zu einem Slam im Schikaneder,
dessen zahlreiche Spenden an Ute
Bock gingen. Weiters einen Frauenslam
im EKH und bei "text
x ton" in der Wienstation, konnten sich die Stockerlplazierten
nach all dem Weihnachtsshopping, wieder ihren Kontostand verbessern
(Preisgeld).
Es ergab sich die Option, textstrom
im Schikaneder zu starten. Allerdings vermissten die Hosts
und SlammerInnen eine Bühne und daher war es nach zwei textstrom
Veranstaltungen wieder an der Zeit, einen neuen Ort zu finden.
Es wurde gesucht, gesucht und nachdem der März
Termin entfiel, auch gefunden - das Bogenlokal
Rhiz. Der Kick off fand erfolgreich im April 2005
statt. Endlich hatten die Slamfans und SlammerInnen wieder
einen fixen Ort, an dem sie sich jeden letzten Mittwoch im
Monat vergnügen können. Mieze medusa und Diana
waren ebenfalls hoch erfreut, voller Motivation und Vorfreude,
denn der Mai Termin sollte ein ganz besonderer Termin werden.
textstrom war im Mai
2005 ein Jahr! Doch dies war noch nicht alles, denn an
diesem Abend fand der Kampf der GigantInnen statt. Denn nur
die besten SlammerInnen konnten teilnehmen, das heißt nur
jene, die bei den 10 textstrom Slams am Stockerl
standen. Insgesamt hatten sich 16 SlammerInnen (12 Männer/4
Frauen) qualifiziert,
von denen schlussendlich 12 (9/3) dabei waren. Außerdem gab
es ein besonderes Zuckerl zu gewinnen, der Erste (Zemmler)
durfte auswählen, ob er beim International Slam in Leipzig
oder am Ö1 Finale teilnehmen wollte. Der Zweite (KYN)
bekam was übrig blieb, das heißt die Starterlaubnis am Internation
Slam in Leipzig.
Mieze medusa und Diana sind hocherfreut,
dass textstrom so erfolgreich ist und hoffentlich
auch weiterhin bleibt. Denn es haben bei den bisher 11 textstrom
Poetry Slams insgesamt 57 (36/21) verschiedene SlammerInnen
teilgenommen. Es sei dabei auf die treusten TeilnehmerInnen
verwiesen:
Jimi Lend war bis auf einen Slam, d.h.
insgesamt bei 10 (!) Slams dabei - Gratulation! Auch Persönlichkeitsberatungsinstitut
Athene war bei 8 von 10 Slams auf der Bühne. Markus
Köhle (veranstaltet den Slam in Innsbruck) schaffte es
als Dritter auf die Liste, in dem er 6-mal regulär und einmal
als Warm up fungierte. Dicht gefolgt von Nadja Bucher
(die nun mit Didi Sommer einen Slam in Linz veranstaltet)
mit 6 Teilnahmen. Weitere treue TeilnehmerInnen: KYN
(5), Didi Sommer (4), Klaus Anta (4 -veranstaltet seit
einiger Zeit einen regelmäßigen Slam in Graz), Alex Gendlin
(3), Franz Hütterer (3), Zemmler (3), …
Wie diese Geschichte zeigt, tut sich in der
österreichischen Slamszene nun einiges und die ursprüngliche
Idee, der Slammasterinnen, ein Netzwerk zu schaffen,
gelang zum Teil. Es sei auf die zwei neuen Slams in Graz und
Linz verwiesen. Wollen wir nur hoffen, dass es weiterhin so
gut läuft und wer weiß, vielleicht findet ja demnächst der
große international Slam in Österreich statt.
Tja, in diesem Sinne: Und wenn sie nicht
gestorben sind, dann leben sie noch heute ;-)) bzw. werden
die zwei Slammasterinnen mieze medusa und Diana
wohl noch lange ihr Unwesen treiben und viele textstrom
Poetry Slams moderieren und veranstalten.
CU there!
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