
A in CH Tour - 24. - 27. September 2009
t3 Tage, 3 Slams, viele Stunden Zug, ein bißchen
Reiseproviant und einige 5 Minutentextportionen…

Erste Station... Zürich, St. Pauli
Mit dabei waren fürs Team A: Yasmin Hafedh, Stefan
Abermann und Der Koschuh.
Für die Schweiz am Start: Renato Kaiser (springt
für Christoph Simon ein),

Der Koschuh und Stefan Abermann tanken Kraft für
den Abend.

Ein Highlight im St. Pauli ist ganz klar das Gimmik
auf der Bühne.

Voulez vous Koschuh avec moi?

Yasmin Hafedh bei der Performance

Der Koschuh detto

Stefan Abermann

Team A und Team CH - freundschaftspielerisch vereint.
Zweite Station... Loge Luzern
5m2 für Kultur ist der Slogan der Loge, das bezieht
sich aber auf die Bühne, nicht den Zuschauerraum. Was uns froh
macht. Wir mögen es gern klein und fein, aber mikroskopisch
verträgt sich nicht mit der Tatsache, dass wir uns gern bewegen
beim Performen. André heißt uns willkommen: es gibt
Kaffee oder Bier oder Wein oder Saft für uns, ganz wie wir
wollen. Wir wollen essen, gegenüber der Loge gibt es Flammkuchen
und die Möglichkeit ein Foto aus der Ferne zu schießen.

Loge Luzern aus der Ferne

Noch keine Gäste, die setzen sich auf diese Bank
aber sicher gern.

Jetzt sind Gäste da, und es werden mehr.


Fein und nicht immer Slamtypisch ist die Durchmischung
des Publikums. Es sind junge Menschen, ältere Menschen, in
Gruppen, allein, zu zweit. Und das macht das Voting spannend. Die
Moderatorin redet gern über facebook Accounts, die Moderatorin
hat eine Freude daran, die SlammerInnen Scheresteinpapier spielen
zu lassen.

Die SlammerInnen spielen da mit, das macht Spaß
und ändert irgendwas am Bewertungssystem, was die Mieze bis
zum Schluss nicht verstanden hat, aber das erfreuliche Resultat,
dass Mieze trotz undankbarer Startnummer 1 ins Finale kommt.

Eben noch 12 Stunden im Zug (die ÖBB hatte Verspätung,
die SBB natürlich nicht und war schon weg), schon auf den 5m2
Kultur, die ihr die Welt bedeuten.


Schon wieder vorbei. Wir voten, wir lachen, wir freuen
uns auf:

Stefan Abermann

Entweder ist das Publikum schwarz, oder die SlammerInnen
überbelichtet. Aber die Atmosphäre kommt rüber, oder?


Yasmin Hafedh mit typischer Textmappe.

Das bunt gemischte Publikum vor buntgemusterter Tapete.

Vernetzung funktioniert: Die Siegesflasche wird geteilt
und rumgereicht, ebenso die Flyer, die klugerweise einen weißen
Hintergrund haben und sich deshalb perfekt dazu eignen Emailadressen
draufzukritzeln und den neuen Freunden mit zu geben.

Und dann klingt der Abend aus. Schön war's!

3. Station ... Grabenhalle St. Gallen
Der dritte Tag beginnt mit Frühstück und
- wie es sich für PoetInnen gehört, mit einer ordentlichen
Portion Wir-reden-über-Literatur.

Aber, das hat sich bewehrt, bevor wir drüber
reden, lesen wir sie. Ausnahmsweise mal leise, nicht laut. Ist ja
noch Vormittag. Andere Menschen schlafen noch!

Dann klärt uns die Schweiz darüber auf,
was so toll an ihr ist: Der Bildschirm, an dem allfällige Verspätungen
bekannt gegeben werden, ist leer! Gibt's sowas? Hast du sowas schon
gesehen?


Und schon sitzen wir im Zug nach St. Gallen. Dort
kommt Teil 1 des Kulturaustauschs: Sightseeing.


St. Gallen ist toll. St. Gallen hat nicht nur einen
Sinn für Ironie, es hat auch einen Ort dafür!


Stefan Abermann im öffentlichen Raum ...

... und im halböffentlichen Raum: Wir sind Backstage!
Wir haben Freunde und Getränke in buntbeklebten Kühlschränken.

Yasmin H. - wir sind früh dran, die anderen SlammerInnen
kommen erst später, wir warten auf Abwechslung, dann gehen
wir sie suchen und machen einen Stadtspaziergang inklusive Plattenladenbesichtigung.

Wer weiß, so eine Ö-Slam Werbung kann ja
auch im Ausland nicht schaden.

Wir werden mehr.

Die Gastgeber und das Moderationsteam: Etrit Halser
und Richi Küttel

Essen mit Freunden.


Letzte Vorarbeiten

Wenig reden. Mehr konzentrieren. Denn es geht jetzt
los!

Die Anmoderation, zweisprachiges Plädoyer für
Slam Poetry mit ein paar Verständnisschwierigkeitsausräumern:
The poet always loses! is no maxim of slam poetry, ... aber etwas
für dich zum Mitnachhause nehmen. Und wieder hab ich vergessen,
wie das Poem genau geht, und wieder hab ich vergessen, wen die beiden
da zweisprachig in Szene setzen. Bob Holman vielleicht?
Aber egal, denn das ist ja nur ein Grund wieder nach
St. Gallen zu fahren. Die anderen Gründe wären zum Beispiel:
Ein großartiges und offenes Publikum, ein unpackbar hohes
Niveau und viel Spaß den ganzen Abend!


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